Theaterverein Rellingen in der Presse


31. März 2018, Hamburger Abendblatt:

Ein Filmklassiker auf Platt

Theaterverein Rellingen bringt „Arsen und Spitzenhäubchen“ auf die Bühne – zum zweiten Mal nach 1993


Martin Brauer (Andreas Rode) erkennt, dass seine Tanten Abelke (Hannelore Koebe, l.) und Martha (Uschi Kretschmann) ein dunkles Geheimnis haben Foto Mirjam Rüscher

Rellingen: Viel Schminke, tolle Kostüme, ein bisschen Gruselfaktor und jede Menge Lacher – das verspricht die neue Krimikomödie des Rellinger Theatervereins. Premiere feiert das Stück „Arsenik un ole Spitzen“ passenderweise an einem Freitag, den 13. Ein Zufall, wie Anja Radtke vom Verein versichert.

Das Datum ist allerdings sehr passend. Denn auf der Bühne wird es etwas gruselig, jedenfalls für Theaterkritiker Martin Brauer, gespielt von Andreas Rode. Sein Leben läuft perfekt, er hat sich gerade verlobt, und seine Tanten Martha und Abelke, gespielt von Uschi Kretschmann und Hannelore Koebe, stehen ihm immer zur Seite. Als Martin eines Tages bei seinen liebenswerten Tanten zu Besuch ist, macht er jedoch eine grausige Entdeckung. Die beiden Damen kümmern sich auf ganz merkwürdige Art um alleinstehende, einsame Herren, denen sie ein unschönes Alter in Einsamkeit ersparen wollen.

Die Kriminalkomödie in drei Akten gehört seit ihrer Uraufführung 1941 zu den Klassikern auf amerikanischen und europäischen Bühnen. Berühmt ist vor allem der 1944 erschiene Spielfilm mit Cary Grant in der Rolle des Mortimer Brewster. Auch in der Niederdeutschen Fassung ist das Stück hin und wieder zu sehen. Die Rellinger haben „Arsenik un ole Spitzen“ bereits vor 25 Jahren aufgeführt. Und vier der Darsteller waren bereits damals in den gleichen Rollen dabei. Andreas Rode als Martin Brauer, Lothar Berg als sein Bruder Wilhelm, Jürgen Schmidt als Polizist und Dirk Schaller als Dr. Einstein.

„Die schrillen Typen und das Groteske machen das Stück ganz besonders“, sagt Schaller. Für ihn hat es einen besonderen Reiz, die gleiche Rolle 25 Jahre später noch einmal zu spielen. Gewünscht hat sich die Krimikomödie aber die Vereinsvorsitzende Hannelore Koebe. 1993 führte sie bei der Aufführung Regie. Aber sie wollte unbedingt mal eine der beiden alten Damen spielen – und hat sich durchgesetzt. mrü


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