Theaterverein Rellingen in der Presse


10. Sept. 2019, Pinneberger Tageblatt:

Birte Leistikow spielt Theater und Handball in Rellingen / „Wahnsinnig viel Spaß im Verein“

„Wir schenken Erinnerungen“

Birte Leistikows Herz schlägt für den Rellinger Theaterverein. Die gebürtige Rellingerin stand hier in den 1980er Jahren erstmals auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Das Leben im Verein, aber auch das Leben in der Gemeinde hat für sie aus vielerlei Gründen seinen ganz eigenen Charme. Im Interview mit Tageblatt-Reporterin Frauke Heiderhoff berichtet sie von ihrem besonderen Hobby.

Wie sind Sie zum Rellinger Theaterverein gekommen?

Birte Leistikow : Meine Freundin Friederike Bauer hat mich zum Verein gebracht. Sie arbeitete 1987 an ihrer Examensarbeit und brauchte Kinder, die Lust hatten, mit ihr das Theaterstück „Till Eulenspiegel“ einzustudieren. Schwupp war ich mit dabei und bin seitdem gefesselt von der Schauspielerei.

Warum sind Sie dort geblieben, was fasziniert Sie dort? Der Theaterverein ist wie eine weitere Familie für mich. Man fühlt sich dort pudelwohl. Ob alt oder jung – man lernt miteinander, voneinander und hat viel Spaß miteinander. Einfach schön.

Warum brennen Sie für Ihr Hobby Theaterspielen? Mir bringt es wahnsinnig viel Spaß, immer wieder in neue Rollen zu schlüpfen. Hinzu ist es eine pure Herausforderung. Somit hat man beides: Spaß und Ansporn.

Sind Sie überwiegend als Schauspielerin aktiv, oder engagieren Sie sich dort auch noch in anderen Bereichen? Außer meiner Tätigkeit als Schauspielerin, bin ich im Theater-Vorstand aktiv und übe dort das Amt der Schriftführerin aus.

In wie vielen Rollen haben Sie bereits gespielt und was waren Ihre Lieblingsrollen? Ich durfte bereits in 17 Rollen schlüpfen. Spaß haben sie mir alle gebracht. Doch meine drei Favoriten-Rollen waren: Frau Prysselius bei „Pippi Langstrumpf“, „Samson, der Hund bei „Samson und Roberto“ und „Harry, das Erdmännchen“ bei „Philly Phantastico“ oder die „Erdmännchen im Elfenwald“.

Sind Sie überwiegend in Weihnachtsmärchen aktiv oder spielen Sie auch bei plattdeutschen Stücken mit? Bisher habe ich nur bei den Weihnachtsmärchen mitgespielt.

Wie profitieren Sie Ihrer Ansicht nach vom Theaterspiel und was kann der einzelne Darsteller dem Publikum mitgeben? Die vielen strahlenden und glücklichen Kinderaugen sind ein Geschenk und tun unsagbar gut. Im Gegenzug schenken wir Schauspieler den Kindern hoffentlich viel Freude, schöne Träume und herrliche Erinnerungen.

Wie würden Sie den Rellinger Theaterverein beschreiben beziehungsweise warum fühlen Sie sich dort wohl? Der Verein ist ein wohltuender und liebevoller Ort für alle Theaterliebhaber. Man kann sich dort nur wohl fühlen.

Gibt es ein oder zwei Anekdoten, an die Sie sich gern erinnern? Ach, es gibt wahrlich viele Geschichten zu erzählen, die man allerdings erlebt haben muss. An eine erinnere ich mich recht oft zurück. Wir standen auf der Bühne und es kam ein falscher Text. Niemand wusste dann so recht, was zu sagen oder zu tun ist. Wir konnten uns nicht mehr zusammen reißen und haben Tränen gelacht. Jeder verließ einmal die Bühne und wurde hinter der Bühne sofort wieder raufgeschoben, gefühlt eine Ewigkeit. Die komplette Halle hat gelacht und doch ging es irgendwann irgendwie weiter.

Sie spielen auch noch Handball. Welche Bedeutung hat dieses Hobby für Sie? Handball gehört ebenfalls zu meinen Herzenshobbys. Seitdem ich fünf Jahre alt bin, spiele ich Handball und hoffe, dass ich auch weiterhin noch lange dieses Hobby ausüben kann. Der Sport bedeutet mir unfassbar viel. Er ist allerdings mit dem Theater nicht zu vergleichen. Handball findet durchgehend statt. Training, Punktspiele, Turniere. Theater dagegen ist zeitlich begrenzt mit immer neuen Teams. Beides sind extrem tolle Hobbys und nur zu empfehlen.

Welche Rollen würden Sie gerne noch spielen beziehungsweise was wünschen Sie sich für den Verein, die Zukunft betreffend? Ich hätte viel Lust, einmal gemeinsam mit Friederike auf der Bühne zu stehen. Bislang war sie immer für die Regie zuständig. Die Bühne einmal gemeinsam zu rocken, wäre einmal was Feines. Ich wünsche mir, dass die Menschen niemals die Lust auf Laien-Theater verlieren und immer weiter diese Kunst wertschätzen und zu unseren Aufführungen kommen. Denn ohne Publikum zu spielen, ist wie Handball spielen – ohne Ball.

Sie leben in Rellingen? Warum ist es attraktiv, in der Gemeinde zu wohnen? Ich lebe jetzt in Pinneberg. Doch mein Herz wird immer dem charmanten Rellingen gehören. Nicht nur weil meine Liebsten, meine Familie, in Rellingen leben. Die Gemeinde strahlt viel Ruhe und Schönheit aus. Sie ist sehr grün und doch nicht weit von der Großstadt Hamburg entfernt. Aber jeder hat ja seinen eigenen Geschmack und das ist auch gut so. Doch für mich kann ich sagen, dass ich unsere Gemeinde sehr schätze und sehr glücklich hier bin.


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