Theaterverein Rellingen in der Presse


22. Okt. 2018, Pinneberger Tageblatt:

Rommé to drütt

Theaterpremiere im Rellinger Hof / Damenkränzchen beim Kartenspiel


430 000 Mark liegen auf dem Tisch. Soviel wollten Lisa (Rita Mikus, von links), Agnes (Angela Kunstmann) und Herta (Heike Berg) doch gar nicht erbeuten. Foto: Karl-Heinz Stolzenberg

Die Premiere war eigentlich schon die dritte Aufführung, denn an den beiden Abenden davor hatte die Gemeinde Rellingen ihren Senioren „Rommé to drütt“ als geschlossene Veranstaltungen serviert. So war die erste öffentliche Aufführung der Theatervereins-Produktion im Rellinger Hof mit über 100 Zuschauern zwar gut besucht, aber „leider nicht ausverkauft“, wie Regisseurin Hannelore Koebe betrübt registrierte.

Umso intensiver genoss das Publikum die Premiere, denn die fünf Mimen auf der Bühne spielten ihre Rollen sicher und mit Inbrunst. Ein Vorteil auch für Uschi Kretschmann. Die Souffleuse musste nur selten helfend eingreifen.

Heinz Fugmann und seine Helfer Johannes Oesting, Hermann Möller und Kurt Görmann hatten für den Rommé-Nachmittag der drei älteren Freundinnen Herta (Heike Berg), Agnes (Angela Kunstmann) und Lisa (Rita Mikus) ein wunderschön plüschiges Wohnzimmer auf die Bühne gestellt. Nicht einmal die Blümchen-Tapete fehlte. Dafür hatten Benno Schüler, Helga Weise und Stephanie Rubbert gesorgt. Ein perfekter Rahmen für ein beschauliches Damenkränzchen beim Kartenspiel.

Dann aber erfährt das Trio von der Not und den katastrophalen Zuständen im örtlichen Seniorenheim. Da wollen sie Abhilfe schaffen. Nur, wie können sie das benötigte Geld dafür auftreiben? Beim Blick aus dem Fenster hat Herta eine kühne Idee: Man könnte doch die Bankfiliale auf der anderen Straßenseite ausrauben. Und schon läuft die Planung an.

Dummerweise kriegt Hertas Enkelin Kerstin (Jana Alina Kleemann) Wind von dem Vorhaben. Besorgt fleht sie ihren Freund Norbert Staller (Thomas Kajah) an, die drei Damen wieder zur Vernunft zu bringen. Aber der Freund ist ständig in Geldnot und sieht für sich ganz andere Möglichkeiten. Von da an geht drunter und drüber in der Wohnstube.

Autorin Petra Blume hat sich ein überraschendes Happy-End für ihr plattdeutsches Theaterstück einfallen lassen. Die in Husum lebende Schriftstellerin hat schon während ihrer Schulzeit ihr Herz für das Theater entdeckt. Sie wirkte als Laien-Schauspielerin an der Niederdeutschen Bühne Husum mit. Ihren ersten Einakter schrieb wie 1988. „Rommé to drütt“ war 1991 ihre erste Komödie in drei Akten.

Wer die Aufführungen im Rellinger Hof verpasst hat, muss nicht verzagen. Am Freitag, 26. Oktober, ist das Stück um 19.30 Uhr in der kleinen Turnhalle der Caspar-Voght-Schule in Egenbüttel, Schulweg 2-4, noch einmal zu sehen. Zwei weitere Aufführungen folgen in der Aula des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums Halstenbek, am Sonnabend, 27. Oktober, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 28. Oktober, um 18 Uhr.


Hier ist der Artikel auf der Internet-Seite des Pinneberger Tageblatts zu finden


TVR in der Presse