Theaterverein Rellingen in der Presse


27. November 2018, Pinneberger Tageblatt:

Regisseurin und Schauspielerin


Regisseurin Friederike Bauer (rechts) und ihre Regie-Assistentin Nadine Oesting-Held proben seit August für das Stück „Sebastian Sternputzer und der Regenbogen“. Foto: Frauke Heiderhoff

Theaterverein: Friederike Bauer inszeniert ab heute „Sebastian Sternputzer und der Regenbogen“

„Ihr seid gut. Ihr seid pfiffig. Es läuft.“ Mit solchen Worten hat Regisseurin Friederike Bauer ihr Team im Zuge der Proben für das Weihnachtsmärchen „Sebastian Sternenputzer und der Regenbogen“ motiviert. Die Schauspielerin und Lehrerin bringt sich selbst mit Temperament bei der Arbeit im Rellinger Theaterverein ein.

Die leidenschaftliche Mimin spielt dort bereits seit 1983 mit. „Aufzuzählen, welche Rollen ich bisher gespielt habe, würde hier den Rahmen sprengen, aber ich habe alle Rollen auf ihre Weise geliebt“, sagt die Mutter dreier Söhne. Sie habe das Glück gehabt, in unterschiedliche Charaktere zu schlüpfen.

Mit Herzblut inszeniert die Power-Frau mit der positiven Ausstrahlung zurzeit das Stück Sternenputzer, das heute erstmals in der Caspar-Voght-Schule um 18 Uhr zu sehen ist. „Das Stück bietet den Kindern phantasievolle und lustige Unterhaltung.“

Bauer führte bei dem Theaterstück „Eine Woche voller Samstage“ erstmals Regie. Die blonde Schauspielerin inszenierte von diesem Zeitpunkt an regelmäßig Stücke zur Weihnachtszeit. Dazu zählten unter anderem „Pippi Langstrumpf“, „Zauberwald“, „Philly Phantastico“, „Des Kaisers neue Kleider“ und „Das Spiel mit dem Löwen“.

Was ihr das Theaterspielen gibt? „Es bedeutet, sich in eine soziale Gruppe einzufügen und in verschiedene Rollen zu schlüpfen“, sagt die 56-Jährige. Es entfalte zudem die Wirkung einer Droge. „Wenn ich spiele, spüre ich Energie“, erläutert die Koordinatorin der Halstenbeker Grund- und Gemeinschaftsschule. Es bringe Spaß, den Alltag zu vergessen.

Zu ihren Hobbies zählen lesen und Theaterbesuche. Wenn die Regisseurin mit ihrem konzentrierten, aufmerksamen und fröhlichen Wesen Stücke in Hamburg und Umgebung besucht, schaut sie, ob sich der Stoff für die Bühne eignet. Bei vielen Stücken schreibt sie, wie zum Beispiel für „Samson und Roberto“, eine eigene Bühnenfassung.

Es bedeutet nach den Erfahrungen Bauers „unglaublich viel Arbeit“, ein Stück zu inszenieren. „Es muss so viel bedacht werden, damit das Endergebnis stimmt“, sagt sie. Das Tolle an der Arbeit sei, dass unterschiedlichste Menschen gemeinsam an einem Projekt, einem Ziel arbeiten, miteinander reden, spielen, lachen und sich als Teil des Ganzen fühlen.

Ein Grundsatz beim Theaterspielen sei, sich gegenseitig zu helfen und für einander da zu sein. „Egal, ob Bühnenbildner oder Schauspieler, alle müssen für das Stück brennen“, erläutert die Rellingerin. Wer sich für den Bereich Schauspiel interessiert, sollte Freude daran haben, gemeinsam ein Projekt zu entwickeln. Gebraucht und geschätzt werde jeder, der in der Gemeinschaft dabei sein möchte. Es sei nicht erforderlich, auf der Bühne zu stehen.

Bauers Kollegen schätzen die Zusammenarbeit mit ihr. „Sie ist nicht nur eine tolle Schauspielerin, sondern sie hat auch eine tolle Gabe, ihr Wissen weiter zu geben“; erläutert Kollege Andreas Rode. Birte Leistikow lobt Bauers einzigartige Art, mit dem Team umzugehen. Darstellerin Meike Faltus bezeichnet sie schlichtweg als „coole Sau“.


Hier ist der Artikel auf der Internet-Seite des Pinneberger Tageblatts zu finden


TVR in der Presse